Vortragsveranstaltung

G. W. Leibniz: Excerpta ex commercio epistolico inter Collinium et Gregorium (18.-29. Oktober 1676). Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek Hannover, LH 35 VIII 23, Bl. 1r.

 

Donnerstag, den 31. Januar 2019, 17:00 Uhr

Dr. Philip Beeley (Oxford):

Kommunikation, Macht und Wissenschaftspolitik in der frühen Neuzeit: Leibniz, Newton und ihre Kreise

Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek, Waterloostr. 8, 30169 Hannover

Eintritt frei

 

 

Referent

Studium der Philosophie, Mathematik, und Wissenschafts- und Technikgeschichte an der Universität Wales und der Technischen Universität Berlin. Promotion 1993 bei Hans Poser und Eberhard Knobloch mit einer Arbeit zum Kontinuitätsproblem bei Leibniz. Danach an der Universität Hamburg (Assistent von Christoph J. Scriba) sowie an der Universität Münster (Leibniz-Forschungsstelle). Seit 2007 an der Historischen Fakultät der Universität Oxford sowie Fellow am Linacre College. Lehre und Forschung zur Wissenschaftsgeschichte, speziell Mathematikgeschichte der frühen Neuzeit. Schwerpunkte: Geschichte der Royal Society, Wallis, Collins und Leibniz. Von 2015 bis 2017 Präsident der British Society for the History of Mathematics; Mitglied der Leitungskommission des Oxforder Cultures of Knowledge Projekts sowie von dessen Online Datenbank frühneuzeitlicher Korrespondenz Early Modern Letters Online (EMLO). Neuere Buchveröffentlichungen: Correspondence of John Wallis (1616-1703), Bd. IV, Oxford: Oxford University Press 2014 (zus. mit C. J. Scriba); G. W. Leibniz, Interrelations between Mathematics and Philosophy, Heidelberg: Springer 2015 (zus. mit D. Rabouin und N. B. Goethe); Reading Mathematics in the Early Modern Age, New York: Routledge (zus. mit Y. Nasifoglu und B. Wardhaugh) (erscheint demnächst).

 

Zum Vortrag

Unter Leibniz' intellektuellen Beziehungen waren diejenigen zu englischen und später auch schottischen Wissenschaftlern die vielleicht komplexesten. Mit Ausnahme von Personen wie Henry Oldenburg, Theodore Haak und Henri Justel ist es ihm kaum gelungen, vertrauensvolle Gesprächspartner zu finden, während britische Wissenschaftler ihren deutschen Zeitgenossen zunehmend mit Argwohn betrachtet haben. Im Vortrag wird Leibniz' schrittweise Entfremdung von der Londoner Royal Society gegen Ende des 17. Jahrhunderts unter Verwendung von bisher weitgehend unberücksichtigten brieflichen und anderen schriftlichen Quellen untersucht. Es soll im Vortrag gezeigt werden, dass schon früh Überlegungen ins Spiel kamen, die nur mittelbar mit den eigentlichen wissenschaftlichen Fragen zu tun hatten.

 

 

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