Vortragsveranstaltung (in Verbindung mit der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek)

Abb.: Liselotte von der Pfalz. Gemälde von Hyacinthe Rigaud, ca. 1713. Château de Versailles, Salles les princesses royales, Salles du XVII, Aile du Nord.

DIENSTAG, den 25. Juni 2019, 17:00 Uhr.

Prof. Dr. Michaela Hohkamp (Hannover):

Netzwerke zwischen Versailles und Hannover: Die Briefe Elisabeth Charlottes von der Pfalz (1652–1722) an die Oberhofmeisterin Anna Katharina von Harling (1624–1702) in Hannover und deren Gatten Oberstallmeister Christian Friedrich von Harling (1631–1724).

Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek, Waterloostr. 8, 30169 Hannover.

Eintritt frei.

 

Referentin

Michaela Hohkamp ist seit WS 2011 Inhaberin der Professur für Geschichte der Frühen Neuzeit (W3) am Historischen Seminar der Leibniz Universität Hannover. Nach ihrem Studium der Geschichte, Kunstgeschichte, Politikwissenschaft und Soziologie hat sie unter der Betreuung von Rudolf Vierhaus und Hans Medick ihre Dissertation zur ländlichen Gesellschaft der Frühen Neuzeit abgeschlossen und ist nach Promotion (1998), verschiedenen Auslandsaufenthalten und Hochschulassistenz am Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin 2007 mit einer Arbeit zur Geschichte zum frühneuzeitlichen fürstlichen Adel habilitiert worden. Dort hat sie bis SoSe 2011 als Professorin die Fächer Historische Anthropologie und Geschlechtergeschichte vertreten. Schwerpunkte in der Forschung sind: Verwandtschaft, Gewalt und Herrschaft in der Frühen Neuzeit, sowie Geschichte der Historiographie.

 

Zum Vortrag

Fürstliche und königliche Macht und Herrschaft war angewiesen auf Kommunikationswege, die neben und außerhalb der offiziellen Wege liefen. Schlüsselfiguren in diesem Geschäft waren nicht nur bezahlte oder anderweitig belohnte Nachrichtenbroker oder fürstliche Verwandte beiderlei Geschlechts. Als Vermittlerinnen und Vermittler waren auch mittlere und höhere Hofchargen aktiv. Auf Grundlage des Briefwechsels der Schwägerin des französischen Königs Ludwig XIV., Elisabeth Charlotte von der Pfalz, den sie mit ihrer ehemaligen Kinderfrau Anna Katharina von Harling unterhielt, soll die Bedeutung solcher Briefverbindungen für die Netzwerkarbeit an Fürsten- und Königshöfen in der Frühen Neuzeit erhellt werden.

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