Vortragsveranstaltung am 29. Oktober 2019 (in Verbindung mit der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek)

Gräfin Johanna Sophie zu Schaumburg-Lippe, etwa 1700, Bild von Hans Hinrich Rundt, Weserrenaissance-Museum Schloss Brake

Vortragsreihe – Fürstinnen und ihre Netzwerke in der Frühen Neuzeit

Petra Widmer (Hagen):

"Mir thut jedermann viel Gutes" – Johanna Sophie zu Schaumburg-Lippe und ihr Netzwerk.

Dienstag, den 29. Oktober 2019, 17.00 Uhr.

Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek, Waterloostr. 8, 30169 Hannover.

Eintritt frei.

 

Referentin

Petra Widmer studierte Geschichte sowie Landschafts- und Freiraumplanung in Hagen bzw. Hannover. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hannover und bei der Stiftung Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau, arbeitete als Buchhändlerin sowie in der freien Wirtschaft. Seit 2019 ist sie an der FernUniversität in Hagen tätig. Gräfin Johanna Sophie zu Schaumburg-Lippe steht im Zentrum ihres Dissertationsprojektes, an deren Beispiel sie Netzwerkpflege, Kommunikation und Selbstdarstellung des Hochadels in der Frühen Neuzeit untersucht.

 

Zum Vortrag

Gräfin Johanna Sophie zu Schaumburg-Lippe, aus dem Haus der Reichsgrafen von Hohenlohe-Langenburg, wurde 1673 geboren. Im Jahr 1691 heiratete sie Graf Friedrich Christian zu Schaumburg-Lippe, seit 1681 Regent dieser Grafschaft. Zunächst verlief ihr Leben in geordneten Bahnen, doch im Jahr 1702 verließ Johanna Sophie ihren Ehemann und entzog ihm dauerhaft die beiden gemeinsamen Söhne. Beides hatte einen jahrelangen Rechtsstreit zur Folge. In dieser schwierigen Situation war sie besonders auf ein Netzwerk aus Familienangehörigen und anderen Verbündeten angewiesen. Unterstützung und Schutz fand sie insbesondere am kurfürstlichen Hof von Hannover, wo sie ab 1712 als Oberhofmeisterin der Kurprinzessin Wilhelmine Caroline (von Brandenburg-Ansbach) lebte und mit dem sie 1714 infolge des Regierungsantritts Kurfürst Georg Ludwigs als britischer König (George I.) nach London übersiedelte. Erst 1728, nach dem Tod ihres Ehemannes, kehrte sie nach Schaumburg zurück, wo sie 1743 verstarb. Der Vortrag gibt Einblicke in das bewegte Leben Johanna Sophies und beleuchtet ihr soziales Umfeld.

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