Wahl des früheren Hildesheimer Universitätspräsidenten Prof. Friedrich zum neuen Präsidenten der Leibniz-Gesellschaft

Hannover, 12. November 2021: Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung hat die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft e.V. das Vorstandsmitglied Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Der Politikwissenschaftler war von 2002 bis 2020 Präsident der Universität Hildesheim sowie von 2015 bis 2020 Vorsitzender der Landeshochschulkonferenz Niedersachsen.

Friedrich löst Prof. Dr.-Ing. Erich Barke ab, vormals Präsident der Leibniz Universität Hannover und seit 2016 Präsident der Leibniz-Gesellschaft, der aus Satzungsgründen nicht noch einmal zur Wahl antreten konnte. Jedoch bleibt Barke der Gesellschaft erhalten. Er wurde von der Mitgliederversammlung für seine Verdienste zum Ehrenpräsidenten ernannt - eine Auszeichnung, die zuvor dem Anfang 2021 verstorbenen ehemaligen Vizepräsidenten des Bundesverfassungsgerichtes Prof. Dr. Ernst Gottfried Mahrenholz sowie dem ehemaligen niedersächsischen Landtagspräsidenten Prof. Rolf Wernstedt zuteilwurde. Die Versammlung ernannte darüber hinaus Herrn Dipl.-Ing. Jürgen Gottschalk zu ihrem Ehrenmitglied.

In den Vorstand wiedergewählt wurde Anne May, Direktorin der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek. Neu hinzugekommen ist außerdem der Hannoversche Bürgermeister Thomas Hermann. Seine Wahl unterstreicht eine lange und enge Verbindung der Gesellschaft zur "Leibniz-Stadt" Hannover.

Die nächsten Veranstaltungen:

Vortragsreihe: Jüdische Denker im Dialog mit Leibniz

Deutsch-jüdische Philosophinnen und Philosophen haben sich in vielfältiger Weise mit Leibniz auseinandergesetzt. Die Frage nach der Gerechtigkeit Gottes angesichts des Übels in der Welt wurde im Blick auf die Shoa neu gestellt, aber schon Moses Mendelssohn, Vorreiter der jüdischen Aufklärung (Haskalah), beschäftigte sich mit der Leibniz'schen Theodizee. Der Neukantianer Hermann Cohen sowie der Kant und dem Neukantianismus kritisch gegenüberstehende Ernst Cassirer leisteten vor und nach der Wende zum 20. Jahrhundert bedeutende Beiträge zur Interpretation von Leibniz' Wissenschafts- und Erkenntnistheorie. Viele weitere, wie Hannah Arendt, Walter Benjamin oder Hans Jonas, nahmen auf Leibniz Bezug.

In der Reihe soll ein möglichst breites Spektrum der jüdischen Leibniz-Rezeption vorgestellt werden. Sie findet in Verbindung mit der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek sowie in Kooperation mit dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen K.d.ö.R., dem Landesverband der israelitischen Kultusgemeinden von Niedersachsen K.d.ö.R., der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Hannover e.V. und Begegnung -- Christen und Juden Niedersachsen e.V. anlässlich des Jubiläums "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" statt.

Geplant sind derzeit folgende Präsenz-Veranstaltungen (vorbehaltlich der Pandemie-Situation):

MONTAG, DEN 31. JANUAR 2022, 17.00 Uhr.

Prof. Dr. Christoph Schulte (Potsdam):

Leibniz' Theodizee bei Moses Mendelssohn.

 

DONNERSTAG, DEN 24. FEBRUAR 2022, 17.00 Uhr.

Prof. Dr. Enno Rudolph (Luzern):

Die Bedeutung von Leibniz für die Politisierung der Kulturphilosophie Ernst Cassirers.

 

DONNERSTAG, DEN 24. MÄRZ 2022, 17.00 Uhr.

Dr. Raphael Döhn (Hannover):

Gott nach Auschwitz denken – Jüdische Theodizee bei Hans Jonas und Abraham Joshua Heschel.


Nähere Informationen zu den Vorträgen werden noch bekannt gegeben.

Internationales Symposium

Wege zur reifen Metaphysik – in memoriam Prof. Dr. Heinrich Schepers (1925–2020)

DONNERSTAG, DEN 11. NOVEMBER 2021, 13.00-18.00 Uhr sowie FREITAG, DEN 12. NOVEMBER 2021, 9.30-11.30 Uhr.

Nähere Informationen zu den Anmeldungsmodalitäten sowie zum Programm hier.

Verschiebung des XI. Internationalen Leibniz-Kongresses auf September 2023

Der nächste (XI.) Internationale Leibniz-Kongress, der unter dem Motto "Le present est plein de l’avenir, et chargé du passé" stehen wird, soll im September 2023 in Hannover stattfinden (vorbehaltlich der globalen Pandemie-Situation). Nähere Informationen erfolgen rechtzeitig.

The XI. International Leibniz Congress is to take place in September 2023

The next (XI.) International Leibniz Congress, whose motto is "Le present est plein de l’avenir, et chargé du passé",  will take place in September 2023 in Hannover (subject to the global pandemic situation). Further information will be given on time.

Der 1. Juli 2021 ist Leibniz’ 375. Geburtstag!

Dessen Ausrichtung liegt in diesem Jahr in den Händen der Leibniz Universität Hannover, die per Video-Gruß zusammen mit der Leibniz-Gesellschaft, der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek, der Neustädter Hof- und Stadtkirche und mit hannöverschen Akteurinnen und Akteuren aus Politik, Wissenschaft und Kultur gratuliert.

Die Website zum Leibniz-Geburtstag der Leibniz Universität Hannover finden Sie unter folgendem Link.

Trauer um unseren Ehrenpräsidenten
Professor Dr. Ernst Gottfried Mahrenholz

Professor Dr. Ernst Gottfried Mahrenholz, ehemaliger Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichtes und niedersächsischer Landesminister a. D. sowie langjähriger Präsident und Ehrenpräsident unserer Gesellschaft, ist am 28. Januar 2021 im Alter von 91 Jahren verstorben. Mit ihm verliert die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft einen ihrer maßgeblichen Gründer, ein engagiertes Vorstandsmitglied in zahlreichen Funktionen, einen unermüdlichen und leidenschaftlichen Unterstützer und Freund von der ersten Stunde an, der bis in seine letzten Lebensjahre sehr bei uns präsent war.

Wir trauern um den großen Verfassungsrechtler und Demokraten, dem unsere Gesellschaft und die gesamte Leibnizwelt unendlich viel zu verdanken haben.

Prof. Dr. Erich Barke       Prof. Rolf Wernstedt
Präsident                         Ehrenpräsident

Prof. Dr. Wenchao Li      Dr. Nora Gädeke
Vizepräsident,                 Schriftführerin
Vorsitzender des
Wissenschaftlichen
Beirates

Vortragsreihe: "Was sagen uns die Gestirne?" Zur Astronomie in der frühen Aufklärung in Wissenschaft, Weltbild und Politik (wird nachgeholt)

Die für 2020 geplante Vortragsreihe "Was sagen uns die Gestirne?" Zur Astronomie in der frühen Aufklärung in Wissenschaft, Weltbild und Politik (in Verbindung mit der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek und in Kooperation mit der Erhard-Weigel-Gesellschaft e.V.) muss aufgrund der Corona-bedingten Restriktionen auf 2022 verschoben werden. Die neuen Termine werden rechtzeitig angekündigt. Vorgesehen sind folgende Vorträge:

Prof. Dr. Stefan Kirschner (Hamburg): Der Streit um das copernicanische Weltsystem im 17. Jahrhundert, oder wie man die schwächere Sache zur stärkeren macht.

Prof. Dr. Günther Oestmann (Berlin): Barocke Weltmodelle: Der "Gottorfer Globus" des Adam Olearius und der "Pancosmos" Erhard Weigels.

Dr. Klaus-Dieter Herbst (Jena): Der Wegfall der Astrologie aus dem Kanon der Wissenschaften zwischen 1640 und 1700.

Dr. Robert Schmidt (Heidelberg): Die Kalenderreform von 1700.

Dr. Hans Gaab (Nürnberg): Die Sonnenfinsternisse von 1654 und 1706 - ein Vergleich.

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