Online-Vortrag 31. Januar 2022


Vortragsreihe – Jüdische Denker im Dialog mit Leibniz

 

Prof. Dr. Christoph Schulte (Potsdam):

Leibniz’ Theodizee bei Moses Mendelssohn.

Montag, den 31. Januar 2022, 17.00 Uhr.

Die Vortragsveranstaltung findet online statt. Nähere Informationen und die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung am 28. Januar zugeschickt. Um Ihre Anmeldung wird gebeten per E-Mail an: info(at)leibnizgesellschaft.de


Referent

Christoph Schulte (geb. 1958) studierte Philosophie, Judaistik, Theologie und Publizistik in Heidelberg, Berlin und Jerusalem. Er promovierte 1987 an der Freien Universität Berlin mit einer Arbeit über das Böse von Kant bis Nietzsche (veröffentlicht unter dem Titel Radikal böse. Die Karriere des Bösen von Kant bis Nietzsche, 1988). Nach Habilitation 1996 an der Universität Potsdam ist er dort seit 2001 außerplanmäßiger Professor für Jüdische Studien und Philosophie. Zahlreiche Fellowships und Gastprofessuren weltweit. Seine Arbeitsschwerpunkte sind u.a. Philosophiegeschichte, jüdische Religions- und Kulturgeschichte, Aufklärung/Haskala sowie Wissenschaft des Judentums. Weitere Veröffentlichungen sind u.a. Psychopathologie des Fin de siècle. Der Kulturkritiker, Arzt und Zionist Max Nordau (1997), Die jüdische Aufklärung. Philosophie Religion Geschichte (2002), Zimzum. Gott und Weltursprung (2014), Von Moses zu Moses … Der jüdische Mendelssohn (2020).


Zum Vortrag

Auf einem Stammbuchblatt, datiert: Berlin, den 1. Februar 1781, schrieb Moses Mendelssohn: Bestimmung des Menschen. Warheit erkenen, Schönheit lieben, Gutes wollen, das Beste thun. Dieses Stammbuch-Motto, von dem noch mindestens fünf ähnliche Varianten bekannt sind, hat schon unter Zeitgenossen Verwirrung ausgelöst. Der Vortrag möchte auf eine Parallele dieses Stammbucheintrags zu einer Reflexion von Leibniz über die Theodizee hinweisen. Das gleichnamige Werk von Leibniz war Mendelssohn bekannt. Und mit Leibniz’ Überlegungen zur Theodizee hat sich Mendelssohn lange Jahre auseinandergesetzt, so in einer unveröffentlichten Adaptation von Leibniz’ De Causa Dei Asserta und in seinem hebräischen Kommentar zum biblischen Prediger-Buch. Diese Auseinandersetzung ist Thema des Vortrags.

Die nächsten Veranstaltungen


DONNERSTAG, DEN 24. FEBRUAR 2022, 17.00 Uhr.

Prof. Dr. Enno Rudolph (Luzern):

Die Bedeutung von Leibniz für die Politisierung der Kulturphilosophie Ernst Cassirers.

 

DONNERSTAG, DEN 24. MÄRZ 2022, 17.00 Uhr.

Dr. Raphael Döhn (Hannover):

Gott nach Auschwitz denken – Jüdische Theodizee bei Hans Jonas und Abraham Joshua Heschel.

Nähere Informationen zu den Vorträgen werden noch bekannt gegeben.

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