Exkursion 2018

Johann Georg Leuckfeld: Antiquitates Gandersheimenses. Oder Historische Beschreibung Des Uhralten Käyserl. Freyen Weltlichen Reichs-Stiffts Gandersheim, 1709.

einladung  zur  exkursion

Leibniz, das Reichsstift Gandersheim und die Geschichtsforschung um 1700

 

Exkursion nach Gandersheim, Clus und Brunshausen

Leitung: Dr. Nora Gädeke (Hannover).

Sonntag, den 16. September 2018. Abfahrt 9.30 Uhr Hannover ZOB, Rückkehr ca. 18 Uhr.

Eigenbeitrag: 15 Euro (Mitglieder) / 25 Euro (Gäste).

Begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldung bis zum 17. August 2018 erforderlich (zwischen 30. Juli und 3. August nur per Email): telefonisch unter: 0511 1267-322 (Schriftführerin Dr. Nora Gädeke);per Email unter: exkursion(at)leibnizgesellschaft.de

Das genaue Tagesprogramm der Exkursion wird nach erfolgter Anmeldung ausgegeben.

 

Johann Peter Harburg: Elisabeth Ernestine Antonie von Sachsen-Meiningen, Äbtissin von Gandersheim, um 1734, Gemälde im Kaisersaal des Stifts Gandersheim.

Die Geburt der Historie aus der fürstlichen Repräsentation: Leibniz, das Reichsstift Gandersheim und die Geschichtsforschung um 1700

Die Exkursion nach Bad Gandersheim gibt Gelegenheit, das Thema zu behandeln, mit dem Leibniz 30 Jahre lang am hannoverschen Hofe befasst war, seinen "Sisyphos-Stein": die welfische Hausgeschichte. Der Abschluss dieser dienstlichen Aufgabe wurde bekanntlich durch den Tod vereitelt, knapp vor der Fertigstellung eines zentralen Teils, der Geschichte des frühmittelalterlichen Reiches in der Karolinger- und Ottonenzeit. Der ottonischen Dynastie, dem "ersten Haus Braunschweig", kam hier eine besondere Bedeutung zu - und damit auch Gandersheim, im 9. Jahrhundert vom ottonischen Ahnherrn Liudolf begründet und weit über die Ottonenzeit hinaus eines der ersten Frauenstifte des Reiches. Um 1700 setzten hier Aktivitäten ein, die eigene Geschichte aufzuarbeiten; unter einem Postulat, von dem auch der Historiker Leibniz sich leiten ließ: Quellenorientierung und Kritik (aber auch, um die große Vergangenheit darzustellen). Leibniz hatte Korrespondenzkontakt nach Gandersheim und hielt sich hier auch selbst zu Quellenstudien auf. Zu den beiden bedeutendsten Äbtissinnen seiner Zeit bestand eine weitere Verbindung: die eine war Tochter, die andere Enkelin Herzog Anton Ulrichs von Braunschweig-Wolfenbüttel, Leibnizʼ großem Mäzen.

Auf der Exkursion werden Mittelalter und Frühe Neuzeit gleichermaßen zur Sprache kommen: die mittelalterliche Stiftskirche und die dem Stift einst unterstellten Klöster Clus und Brunshausen in ihrer Geschichte, Architektur und Ausstattung ebenso wie das Reichsstift unter den beiden Fürstäbtissinnen im 17./18. Jahrhundert - und die Erforschung der mittelalterlichen Geschichte um 1700, insbesondere durch Leibniz.

(Diese Information können Sie auch hier herunterladen.)

 

Die für den 18. August 2018 angekündigte Exkursion von Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Wellmer (Hannover), Der Leibniz-Erkenntnisweg in Clausthal-Zellerfeld/Harz, muss leider entfallen. Sie wird im nächsten Jahr nachgeholt.

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